„One Person plus one typewriter constitutes a movement.“ (Pauli Murray, zitiert nach dem Portrait von Susanne Kippenberger in der ZEIT vom 16. April 2025.)
Der Demokratische Salon ist ein Internetmagazin. Er versteht sich als Ort der Begegnung für Menschen, die sich für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat in Deutschland, in Europa und in der Welt engagieren. Er soll helfen, sich eine Meinung zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu bilden, vorgefasste Meinungen zu erweitern, zu verändern oder zu bestätigen. Vielleicht ist er auch eine willkommene Hilfe für all diejenigen, die nicht die Zeit haben, all die Bücher, Studien, Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, die in den Essays und Rezensionen ausgewertet oder in Gesprächen und Veranstaltungen erwähnt werden. Der Demokratische Salon ist kein pädagogisches oder gar didaktisches Angebot, aber er bietet Hintergrundinformationen, Denkanstöße und Debatten zu aktuellen politischen Themen, immer auch im Hinblick auf historische wie künstlerische Entwicklungen und Voraussetzungen.
Die Angebote:
Der Demokratische Salon bietet 18 Themenfelder, die sich mitunter eng berühren, aber vielleicht auch stellvertretend für benachbarte und verwandte, nicht ausdrücklich genannte Themen gelten mögen. Er bietet Texte von und mit Gastautor:innen und begleitende Illustrationen verschiedener befreundeter Künstler:innen, die ihrerseits auch in eigenen Texten ausführlicher vorgestellt werden. Texte werden laufend veröffentlicht.
Jedes Themenfeld kann wie ein Buch gelesen werden, das die zugeordneten Texte chronologisch absteigend dokumentiert. Jedes Themenfeld bietet Essays zu historisch-politischen Themen, oft im Zusammenhang mit Kunst und Literatur, sowie Begegnungen mit in Politik und Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst und Literatur engagierten Menschen, insbesondere über die Dokumentation von Gesprächen, Veranstaltungen und Ausstellungen. In der Rubrik Rezensionen finden sich Empfehlungen einzelner Bücher. Die Rubrik Kommentare enthält Texte, die subjektive Standpunkte in aktuellen Fragen wiedergeben. Die Rubrik Portraits enthält Texte, in denen einzelne Personen oder auch bedeutende Orte etwas ausführlicher vorgestellt werden.
Wer regelmäßig über Neuigkeiten im Demokratischen Salon informiert werden möchte, kann den Newsletter abonnieren. Dieser informiert etwa alle acht Wochen über die im vergangenen Zeitraum veröffentlichten Texte sowie ergänzend ausgewählte Leseempfehlungen und Hintergrundinformationen. Alle Empfehlungen beruhen auf einer subjektiven Auswahl aus diversen Medien, ebenso wie die in einer eigenen Rubrik genannten Veranstaltungen und Ausstellungen.
Die Partner:
Allen Gesprächspartner:innen, Gastautor:innen verdankt der Demokratische Salon viel Inspiration. Ihnen allen sei auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Ohne Sie alle wäre es nicht möglich gewesen, den Demokratischen Salon zu entwickeln und zu pflegen.
Hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit der Drahomanov-Universität in Kyjiw, namentlich Pavlo Shopin. Ausgewählte Texte des Demokratischen Salons werden von Studierenden ins Ukrainische übersetzt. Die Übersetzungen werden in der Regel im ukrainischen Portal Eksperiment veröffentlicht. Der Demokratische Salon veröffentlicht seinerseits Texte ukrainischer Autor:innen, zum Beispiel Rezensionen von Theaterproduktionen in der Ukraine und für das Verständnis des Landes hilfreiche Hintergrundinformationen.
Weitere Partner sind unter anderem Antiquariat Walter Markov in Bonn, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Erinnerungsort Alter Schlachthof Düsseldorf, Deutsches Polen-Institut, Frauen_Leben_Freiheit, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Institut für soziale Arbeit Münster, verschiedene jüdische Organisationen, Plattform mena-watch Wien, Zentrum für verfolgte Künste Solingen sowie einige unabhängige Verlage, beispielsweise Frank & Timme (Berlin), Hentrich & Hentrich (Leipzig), Hirnkost (Berlin), MaroVerlag (Augsburg), Memoranda, Verbrecher Verlag (beide Berlin).
Weitere Partner:innen sind selbstverständlich jederzeit willkommen.
Zur Person des Herausgebers:

Das Bild entstand am 8. Oktober 2024 während der Premiere von „Wir werden wieder tanzen“ in der Synagogengemeinde Köln. Foto: Ruben Barazi. Rechte beim Theater- und Musikverein NRW e.V.
Die Idee zum Demokratischen Salon hatte Dr. Norbert Reichel, geboren am 19. Februar 1955. Er lebt in Bonn, in Berlin und in der Literatur. Der Demokratische Salon ist – so ließe sich sagen – die vierte Station seines publizistischen Lebens und hat sich – nicht zuletzt dank des großen Interesses zahlreicher Kooperationspartner:innen – seit 2020 in Inhalt und Form zum heutigen Stand entwickelt (weitere Entwicklungsschritte sind nicht ausgeschlossen).
Nach dem Studium der Romanistik, Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaften und der Pädagogik an der Universität Bonn arbeitete Norbert Reichel am dortigen Romanischen Seminar, an einem Gymnasium in Montabaur, im Bonner Bundesbildungsministerium und im Düsseldorfer Schulministerium. Als Student war er Herausgeber und Redakteur der Studierenden-Zeitung „Contrapunkt“. Als Literaturwissenschaftler veröffentlichte er drei Bücher (Der Dichter in der Stadt, Frankfurt am Main / Bern, Peter Lang, 1982, Der erzählte Raum, Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1987, und Der Traum vom höheren Leben, Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1994) und diverse Rezensionen und Zeitschriftenartikel.
In seiner Zeit als Ministerialbeamter (1986 bis 1994 im Bundesbildungsministerium, 1994 bis 2018 im nordrhein-westfälischen Bildungsministerium) befasste er sich insbesondere mit der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), politischer und kultureller Bildung sowie dem Kampf gegen Antisemitismus und andere menschenfeindliche Einstellungen. Von 2011 bis 2018 leitete er die Gruppe „Nachhaltige Bildungspolitik, Integration und Prävention, Kirchen und Religionsgemeinschaften“. Zwischen 1999 und 2018 baute er unter anderem Ganztagsschulen auf, in der Zeit von 2011 bis 2018 den Islamischen Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen, darüber hinaus ab 2004 die Serviceagentur Ganztagsbildung (SAG) in Münster und ab 2009 die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung in Remscheid. Er war verschiedentlich Mitglied bundesweiter und – im Kontext der BNE – internationaler Arbeitsgruppen bei EU und OECD. Zwischen 2014 und 2018 leitete er vier Arbeitsgruppen der KMK, in denen deren Empfehlungen zur Erinnerungskultur, zur Demokratiebildung, zur Menschenrechtsbildung und zur Jüdischen Geschichte, Religion und Kultur in der Schule – diese im Ko-Vorsitz mit Barbara Witting sel.A. für den Zentralrat der Juden in Deutschland – entstanden. Zu diesen Themen veröffentlichte er zahlreiche bildungspolitische Texte. Er war Herausgeber des Sammelbandes „Politik und Praxis der Umwelterziehung“ (Frankfurt am Main, Peter Lang, 1995) sowie gemeinsam mit Hildegard Hamm-Brücher und Gerhard de Haan des Bandes „Bildung ohne Systemzwänge – Innovationen und Reformen“ (Neuwied, Luchterhand, 2000).
Im Jahr 2023 veröffentlichte Norbert Reichel gemeinsam mit dem Kölner Fotokünstler Hans Peter Schaefer den Gedicht- und Fotoband „Foucaults Narben“. Ein weiterer Gedichtband mit dem Titel „Aus dem Tagebuch eines Autisten“ erschien im März 2024 mit Bildern von Hans Peter Schaefer und Firouzeh Görgen-Ossouli. Beide Gedichtbände erschienen im reserv-art-Verlag, Köln.
Er veröffentlicht regelmäßig Rezensionen in der Zeitschrift des Arbeitskreises Deutscher Bildungsstätten.
Bildnachweise:
Informationen über die Bildnachweise finden Sie im Impressum beziehungsweise bei den jeweiligen Bildern im Text.