Liebe Freund*innen des Demokratischen Salons,

in unserer Ausgabe vom April 2023 finden Sie acht neue Texte:

  • ein Portrait des Shoah-Überlebenden Alexander Ginsburg, geschrieben von seinem Sohn Hans Jacob Ginsburg,
  • ein Interview mit Katajun Amirpur zur Lage im Iran und zu liberalen Aspekten im schiitischen Islam,
  • einen Essay von Gerd Pütz über Enrico Berlinguer und seinen Traum vom demokratischen Sozialismus,
  • eine Dokumentation von Florian Markl über Gewalt verherrlichende und Menschen verachtende Inhalte palästinensischer Schulbücher,
  • zwei Essays von Norbert Reichel über die Vision einer Feministischen Außenpolitik bei Margot Wallström, Kristina Lunz und Annalena Baerbock und eine von Meron Mendel sehr engagiert vorgestellte deutsche Debatte sowie
  • die Rezension des neuen Buches von Luise F. Pusch, geschrieben von Beate Blatz.
  • Besonders empfehlen wir die Lektüre des beeindruckenden Tagebuchs von Nataliia Sysova über ihr (Über-)Leben vom 24. Februar bis zum 9. März 2022 in Mariupol, das uns die Redaktion der J.E.W. (Jüdisches Echo Westfalen) zur Zweitveröffentlichung zur Verfügung stellte.

Wie üblich finden Sie unsere Vorschläge für den Besuch von Ausstellungen und Veranstaltungen sowie unsere Empfehlungen für Lektüren, Podcasts oder Filme.

Das Editorial befasst sich mit der Bedeutung des Marshmallow-Tests für die Analyse der aktuellen Politik.

Das Editorial:

Ende der 1960er Jahre führte der US-amerikanische Psychologe Walter Mischel einen Test mit vierjährigen Kindern durch, der als „Marshmallow-Test“ bekannt wurde. Ziel war es herauszufinden, ob Kinder bereit wären, das Bedürfnis nach einem Marshmallow aufzuschieben, wenn ihnen für diese Bereitschaft versprochen würde, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt zwei Marshmallows erhielten. Das Ergebnis dieser und weiterer Tests dürfte ermutigen: Kinder lernten mit der Zeit, ein unmittelbares Bedürfnis aufzuschieben. Das Experiment gelang auch bei Tieren, beispielsweise bei Schimpansen, Haushunden, Krähen und einer bestimmten Spezies der Tintenfische. Tintenfische konnten durch das mit den Tests verbundene Training sogar ihre kognitiven Leistungen verbessern.

Arina Nâbereshneva, Perspectives, Rechte bei der Künstlerin

Ist der Marshmallow-Text auf andere Gegenstände und Versprechungen übertragbar? Sind wir bereit, eine Woche, einen Monat auf Fleisch zu verzichten, wenn wir zu einem späteren Zeitpunkt ein besseres Stück Fleisch erhalten? Sind wir bereit, für eine weite Reise mit dem Auto auf kleine Fahrten zu verzichten, weil wir dann dort, wo wir wohnen, bessere Luft atmen können? Sind wir vielleicht sogar bereit, jetzt etwas mehr für Kaffee, für Benzin, für Fleischprodukte zu bezahlen, weil wir dann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt diese Produkte erwerben können?

Ob diese Beispiele, denen sich noch einige mehr hinzufügen ließen, den exakten Testbedingungen des Marshmallow-Tests entsprechen, möchte ich nicht bewerten, aber festhalten lässt sich, dass Bedürfnisaufschub, Selbstkontrolle, Verzicht durchaus etwas mit den aktuellen Debatten um Klima- und Artenschutz, um die Zukunft unserer Erde zu tun haben. Die allgemeine medial vermittelte Debatte jedoch scheint zu vermitteln, dass niemand bereit ist, auf irgendetwas zu verzichten, was seit Jahren oder Jahrzehnten liebgewonnene Gewohnheit ist, nicht heute, nicht morgen, nicht übermorgen.

Andererseits sind viele Deutsche offenbar bereit, für die Aufrechterhaltung des aktuellen Konsumverhaltens Geld zur Verfügung zu stellen, zumindest solange das eigene Bankkonto nicht direkt betroffen zu sein scheint. Anders ließe sich der Ablasshandel nicht erklären, den Politiker*innen gerne propagieren, beispielsweise über den sogenannten Emissionshandel, der sogar angeblich weltweit funktionieren soll. Wenn Menschen in Pakistan wenig Schadstoffe ausstoßen, könnten wir doch bei unserem Niveau des Schadstoffausstosses bleiben, wenn wir dafür Geld an Pakistan zahlen. Im Grunde eine Art Nullsummenspiel. Nicht in der Rechnung enthalten ist, dass wir eigentlich auch für die durch unseren Schadstoffausstoss verursachten Überschwemmungen zahlen müssten. Naja, nicht ganz, denn für das, was Deutsche für Naturkatstrophen halten, spenden sie gerne an Hilfsorganisationen. Allerdings gibt es da auch ein gewisses Unverhältnis: Pakistan und Mosambik werden weniger bedacht als die Türkei, Erdbeben und Tsunami erscheinen spendenwürdig, Überschwemmungen offenbar nicht. Aber auch Spenden können den Charakter eines Ablasshandels erfüllen, ungeachtet der darin durchaus anerkennenswerten humanitären Geste. Nur an unserem eigenen Verhalten ändert sich nichts.

Änderungen des eigenen Verhaltens werden politisch nicht gefördert und wenn jemand solche fordert, wird unterstellt, dass die Menschen mit Verboten gegängelt werden sollten. In dieser Hinsicht tun manche Politiker*innen durchaus das, was Gerhard Schröder weiland ankündigte: Politik mit BILD, BamS und Glotze. Die Grünen hingegen werden erfolgreich als Verbotspartei markiert, die Fleischkonsum, Autofahren, Fernreisen, Eigenheime und was auch immer zum Wirtschaftswunderfeeling der 1950er Jahre gehörte, den Deutschen vermiesen und wegnehmen wollten. Und die Grünen lassen sich – brav wie sie sind – ins Bockshorn jagen. War ja alles nicht so gemeint, es soll ja auch Entschädigungen für all diejenigen geben, die dadurch finanziell belastet werden und vor allem gibt es vor jeder Maßnahme – beispielsweise der kleinsten Veränderung in der Verkehrsführung – erst einmal endlose Beteiligungsprozesse. Die einen wollen keine Windräder, die anderen wollen keine Überlandleitungen vor der Haustür, andere wehren sich wiederum gegen eine zusätzliche Bahnstrecke und die Haftbedingungen von Nutztieren werden verteidigt, als gelte es, die eigene Freiheit zu verteidigen. Klimaschutz ist gut, aber wir sind NIMBY (Not In My Backyard).

Alles Mögliche wird als „Freiheit“ deklariert, was eigentlich gar nichts damit zu tun hat. Andererseits gibt es auch durchaus nachvollziehbare Gründe für den Widerstand gegen manche Maßnahmen. Nachdem über Jahrzehnte Eisenbahnstrecken stillgelegt und Busfahrpläne so weit ausgedünnt wurden, dass allenfalls noch der Schulbus fährt, kleine Geschäfte in Wohnungsnähe durch große Einkaufszentren in der Peripherie – natürlich ohne Nahverkehrsanschluss – ersetzt wurden, bleibt vielen Menschen in der Tat nichts anderes übrig als mit dem Auto zur Arbeit und zum Einkaufen zu fahren. In ländlichen Regionen kann man aus der Zahl der Autos eines Haushalts schließen, wie viele Menschen über 18 Jahre in dem jeweiligen Haus wohnen. Kein Wunder, dass hier keine sonderliche Sympathie für eine Verkehrswende zu erzielen ist. Andererseits schieben immer wieder diejenigen die Pendler als Betroffene vor, die selbst entweder gar nicht pendeln oder eben dank Dienstwagen ohnehin hin- und herchauffiert werden. Die Zahl der Privatflüge ist in letzter Zeit sogar gestiegen.

Es gibt auch andere nicht allzu durchdachte Versuche. Wer Lastenräder, E-Bikes, Carsharing und Lieferdienste als Lösung des Problems anpreist, argumentiert auch an manchen Lebenswirklichkeiten vorbei. Wo soll jemand, der in einer Etagenwohnung lebt, ein Lastenrad parken? Was ist bei Regen und Schnee? Und wo ist die Carsharing-Station im Dorf?  Mitunter drängt sich mir der Eindruck auf, als würden solche Vorschläge ausschließlich von Menschen vorgebracht, die ein eigenes Haus mit großen Garagen (natürlich für die Lastenräder) und eigener E-Auto-Ladestation haben.

Aber keine Sorge: alle sollen vom Staat entlastet werden. Aber nicht nur diejenigen, die es wirklich brauchen, sondern alle. Das verstehen der Parteivorsitzende der FDP und manch andere unter Gerechtigkeit. So funktionieren Benzinrabatt, Heizkosten- und Pendlerpauschalen. Selbst Menschen mit fünfstelligem Netto-Einkommen erhielten kürzlich die Nachricht, dass für sie der Strom billiger würde und fanden eine Heizkostenpauschale auf ihrem Konto vor. Und vom bezuschussten Benzin – sozusagen eine negative Öko-Steuer – profitierten alle, am meisten die, die Autos mit besonders hohem Benzinverbrauch fahren.

Kurz: die Grünen verfolgen ein richtiges Ziel, dem auch im Grundsatz alle anderen zustimmen, aber sie haben sich in eine Situation hineinmanövriert, in der sie die Rolle der Kassandra spielen, aber wer mag schon Kassandra? Da ist es für alle anderen Parteien leicht, sich zu Prophet*innen des technologischen Fortschritts aufzuschwingen und mit dem Verweis auf die sozialen Notlagen von Menschen, die man sonst am liebsten selbst für ihre Notlage verantwortlich macht, den eigenen Sehrwohlstand zu rechtfertigen. Auf einmal wird gemutmaßt, der Durchbruch der Kernfusion stünde kurz bevor. Und die Kernkraft! Die Grünen haben es geschafft, dass bei jedem vermuteten Engpass der Energieversorgung zukünftig alle anderen Parteien rufen werden: Kernkraft! Niemand hat die Verfechter*innen der Kernkraft jedoch gefragt, woher die Brennstäbe kommen sollen, wie der Betrieb in Zeiten fehlenden Kühlwassers sichergestellt werden könnte (siehe Frankreich), wohin mit dem Müll und wo sie vielleicht neue Kernkraftwerke bauen möchten. Gilt auch hier NIMBY?

Vielleicht geht es aber doch anders? Man müsse Chancen, nicht Verbote in den Mittelpunkt der Veränderung stellen, das ist die Botschaft des Hannoveraner Oberbürgermeisters Belit Onay: „In Hannover sperren wir keine Straßen, wir öffnen sie.“ Nach und nach machen auf Hannovers Straßen Autos Platz für Theateraufführungen, Sport und Spiel. Die anfängliche Skepsis ist längst gewichen. Felix Hackenbruch berichtete am 1. April 2023 im Tagesspiegel (nein, kein Aprilscherz). Mehrere Städte, als erste Hannover, haben inzwischen auch mit Vertreter*innen der „Letzten Generation“ ausgehandelt, dass sie ihre Ziele (Tempo 100, 9-EURO-Ticket, mehr ist es wirklich nicht, eigentlich eher ein Armutszeugnis dieser Bewegung) unterstützen, wenn sie in Zukunft Blockade-Aktionen unterlassen. Es funktioniert. Ein weiteres – bei Grünen leider nicht gerne zitiertes Beispiel – bietet Tübingen mit seinem Oberbürgermeister Boris Palmer.

Warum klappte das in Berlin nicht? Warum scheiterte die Initiative „Berlin 2030 klimaneutral“? Das Beispiel „Friedrichstraße“ wäre eine Erklärung. Wer eine Straße für Autos sperrt, sie dann aber zur Fahrrad-Rennstrecke werden lässt und die ganze Straße weiterhin so hässlich und provisorisch ausschaut wie zuvor, sollte sich nicht wundern. Wer wirklich eine Verkehrswende will, muss Straßen attraktiv umgestalten (nein, keine Parklets), mit Grünflächen, attraktiven kleinen Geschäften, das Umfeld einbeziehen, wie gesagt: die Chancen, von denen Belit Onay spricht, auch umsetzbar machen. Und vor allem sollten gut erreichbare Park-and-Ride-Parkplätze hinzukommen, vielleicht sogar Parkhäuser in S- oder U-Bahn-Nähe, auf jeden Fall ein attraktiver Nahverkehr (den es in Berlin gibt, allerdings nicht in vielen anderen Städten, wo ab 20 Uhr kaum noch Busse und Bahnen verkehren, und schon gar nicht auf dem Land).

Vanessa Vu hat am 2. April 2023 in ZEIT-Online das Dilemma am Beispiel von Berliner Außenbezirken beschrieben, in denen diejenigen, die jede einzelne Maßnahme für den Klima- oder den Artenschutz als Zumutung betrachten, dann einfach die Partei wählen, über die sich alle anderen und vor allem die Grünen am meisten ärgern. Die Grünen sind eben die „Moralapostel“. Aber sind sie es wirklich? Diese Frage stellt Thomas Beschorner am 9. April 2023 in einem Gastbeitrag für die ZEIT. Die wahren „Moralapostel“ sind vielleicht ganz andere, vielleicht sind es diejenigen, die glauben, alle Probleme mit Technologie oder über den Markt (siehe Ablasshandel!) regeln zu können? Thomas Beschorner stellt bei diesen Menschen geradezu „religiöse Züge“ fest, wenn sie fordern: „Ökonomische Lösungen statt moralischen Gesäusels“.

Bei aller Wertschätzung ist es eben nicht wie bei Star Trek, wo Jordi La Forge und B’Elanna Torres immer eine technologische Lösung für jedes ökologische Problem finden. Ohne Verzicht, ohne Selbstkontrolle wird es nicht gehen. Es ist schon relativ lange her, da präsentierten Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Amory B. und Hunter L. Lovins ihr Konzept „Faktor 4“. Seine Botschaft: technologische Lösungen sind die eine Seite („Effizienz“), Verzicht („Suffizienz“) ist die andere. Wenn es gelänge, dies zu vermitteln, würden wir den Marshmallow-Test bestehen, auch wenn die Belohnung nicht schon nach wenigen Minuten, Stunden oder Tagen erfolgt, sondern erst viel später, vielleicht sogar erst in der nächsten Generation, die dann eben nicht die „letzte“ sein muss. NR

Die neuen Texte im Demokratischen Salon:

  • Rubrik Osteuropa: Nataliia Sysova erlebte die Zeit des russischen Angriffs auf Mariupol mit ihrer Familie (vier Generationen). Ihr Tagebuch, das sie auf ihrer Flucht am 9. Juli 2022 unter Einsatz ihres Lebens herausschmuggeln konnte, dokumentiert den Schrecken des Krieges, den so zu bezeichnen die russischen Gesetze mit erheblichen Strafen belegen. Der Text erschien im Jüdischen Echo Westfalen (J.E.W.) und wurde dem Demokratischen Salon ebenso wie die ihn begleitenden Bilder für eine Zweitveröffentlichung zur Verfügung gestellt. Dieser erste Teil des Tagebuchs betrifft die Tage vom 24. Februar bis zum 9. März 2022. Diesen lesen Sie hier.
  • Rubriken Liberale Demokratie und Shoah: Im März 2023 berichtete Zwi Rappoport im Demokratischen Salon über „Jüdisches Leben in der Nachkriegszeit“. Im April 2023 schreibt Hans Jacob Ginsburg unter dem Titel „Der Lebensretter“ über das Leben seines Vaters Alexander. Alexander Ginsburg wurde in Riga geboren, lernte im dortigen Ghetto seine Frau Liesel kennen, mit der er nach der Befreiung lange Jahre in Köln und in Düsseldorf lebte. Große Bedeutung hatten Bildung, Lektüre und die Erkenntnis, dass es nicht nur eine, sondern „viele Welten, viele Wahrheiten“ gibt, gerade in der Vielfalt des Judentums. Hans Jacob Ginsburg beschreibt den Werdegang seines Vaters im Kontext der politischen Entwicklungen in Deutschland, in Israel, der deutsch-israelischen Beziehungen, immer auch im Kontext seiner persönlichen Einstellungen zu Deutschland beziehungsweise zu Israel. Im nordrhein-westfälischen Landesdienst war Alexander Ginsburg 24 Jahre lang für die „Wiedergutmachung“ zuständig, er war anschließend Generalsekretär im Zentralrat der Juden in Deutschland, der damals noch in Düsseldorf residierte. Außen- und innenpolitische Bühnen verschränkten sich immer wieder. Alexander Ginsburg kritisierte Juden und Jüdinnen, die sich in Deutschland von Deutschland distanzierten, ebenso wie Diaspora-Juden, die sich von Israel distanzierten. „Solche Bindungslosigkeit nannte er ‚doppelte Illoyalität‘, und das war genau das Gegenteil seines Ideals, der doppelten Bindung an Deutschland und Israel, an Judentum und an universelle Ziele.“ Hans Jacob Ginsburg rahmt sein Portrait mit Texten aus Jurek Beckers Roman „Der Boxer“. Das vollständige Portrait lesen Sie hier.
  • Rubriken Levantinische Aussichten und Islam: Im Gespräch mit der Kölner Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur lesen wir von den „Traditionen eines liberalen Islam“. In dem Gespräch werden einige ihrer Bücher vorgestellt, das im März erschienene Buch „Iran ohne Islam“, die Biographie „Khomeini“ und das Buch „Reformislam“. Der Iran wird in vielen „westlichen“ Debatten als rein islamisches Land verstanden, das er nicht ist. Etwa die Hälfte der Bewohner*innen des Landes gehören einer der vielen Minderheiten an, viele Iraner*innen sind Zoroastrier*innen, sind Baha’i, Christ*innen, Jüdinnen*Juden. Viele verstehen sich als säkular. Das Bild eines einheitlich islamischen Landes lässt sich offenbar nur noch mit Gewalt aufrechterhalten. Die aktuellen Proteste sind Teil eines „revolutionären Prozesses“, der schon vor mehreren Jahren begonnen hat und bis in das Gründungsjahr der Islamischen Republik Iran zurückgehen. Katajun Amirpur belegt, dass sich aus dem schiitischen Islam eine freiheitlich-demokratische Verfassung ableiten ließe. Auf keinen Fall sollte man jedoch dem Iran aus dem „Westen“ erklären wollen, wie das Land sich zu entwickeln hätte. Ein Thema des Gesprächs war der islamische Religionsunterricht. Katajun Amirpur plädiert für das von ihr maßgeblich mitgestaltete Hamburger Modell. Das vollständige Gespräch lesen Sie hier.
  • Enrico Berlinguer und Santiago Carillo. Fotograf unbekannt, Wikimedia Commons

    Rubriken Liberale Demokratie und Weltweite Entwicklungen: Ein Jahr nach dem hundertsten Jahrestag seiner Geburt soll der historisch-kritische Blick auf Leben und Werk des legendären Führers der italienischen Kommunisten keine nostalgische Betrachtung sein, die den tränenreichen Fernblick auf die angeblich goldenen 1970er Jahre lenkt, sondern Impuls für eine Diskussion über ein neues Verständnis von transformativen Bündnissen, das gleichermaßen die Identität der unterschiedlichen Akteure respektiert, den gemeinsamen Weg als kreativen Entwicklungsprozess nutzt, Ideen synergetisch zusammenführt und auch das Selbstverständnis heutiger Akteure verändert. Gerd Pütz stellt in seinem Essay „Enrico – Der Traum vom demokratischen Sozialismus“ die Frage: welchen Zukunftswert hat die Vision eines „dritten Wegs“ zu einem „demokratischen Sozialismus“ für eine internationale Linke, soweit sie das Vorhaben einer Überwindung des kapitalistischen Systems noch nicht aufgegeben hat? Er hat keine Antwort, aber der Traum, den Enrico Berlinguer träumte und der mit seinem Tod so jäh endete, endet nicht. Vielleicht ist es „der Traum von einer Sache“, von dem Karl Marx an Arnold Ruge schrieb und den Pier Paolo Pasolini im Unterschied zu Marx nicht mehr konkretisieren wollte. Den vollständigen Essay lesen Sie hier.

  • Rubriken Levantinische Aussichten und Antisemitismus: In seinem Essay „Erziehung zum Hass – Was palästinensische Kinder in der Schule lernen“ analysiert Florian Markl, Geschäftsführer der österreichischen Plattform Mena-Watch, Schulbücher, mit denen Kinder in Schulen der Palästinensischen Autonomiebehörde lernen, dass Israel keine Existenzberechtigung hätte. Der Text beruht auf einer ausführlichen Untersuchung palästinensischer Schulbücher, die auch Gegenstand einer Studie des Georg-Eckert-Instituts sein sollte. Dort verwechselte man leider die Bücher der Palästinensischen Autonomiebehörde mit israelischen Schulbüchern für die arabische Minderheit in Israel und konnte daher keine menschenfeindlichen Inhalte feststellen. Die von Florian Markl vorgestellte Analyse belegt jedoch, dass Kinder in allen Fächern, im Fach „Islamische Erziehung“ wie im Fach „Arabische Sprache“, in sozialwissenschaftlichen Fächern wie in Mathematik und Naturwissenschaften lernen, als zukünftige palästinensische „Märtyrer“ an der Vernichtung Israels mitzuwirken. Friedensabkommen, die Brüche dieser Abkommen, terroristische Angriffe auf Israel und die Genese des Staates Israel nach der britischen Besatzung der gesamten Region bleiben in diesen Schulbüchern unerwähnt. Den vollständigen Essay lesen Sie hier.
  • Rubriken Weltweite Entwicklungen und Liberale Demokratie: Als die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock die Grundsätze der von ihr angekündigten „Feministischen Außenpolitik“ veröffentlichte, entschieden sich viele Kommentator*innen, diesen Text lieber nicht zu lesen, sondern sich über ihn zu amüsieren. In seinem Essay „Feministische Außenpolitik – Ein Beitrag zur menschlichen Sicherheit“ plädiert Norbert Reichel dafür, sich dieses Konzept genauer anzuschauen, denn es eröffnet eine umfassende Strategie für eine demokratische und liberale Entwicklung in Deutschland, in Europa, inter- und transnational. Die Geschichte des Begriffs und zahlreiche Beispiele, wie Feministische Außenpolitik die Zukunft gestalten könnte und sollte, bietet Kristina Lunz in ihrem Grundlagenbuch „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch“, zu dem die Erfinderin des Begriffs, Margot Wallström, ein Vorwort schrieb. Feministische Außenpolitik ist Teil einer erweiterten Sicherheitspolitik. Sie entstand aus dem Konzept der Human Security, sie verwirklicht mehrere Ziele der Sustainable Development Goals und ist die Grundlage einer friedlichen Entwicklung, die viel mehr ist als bloße Abwesenheit von Gewalt. Sie vernetzt verschiedene Politiken miteinander, militärische, zivile, wirtschaftliche, sie ist Innen- und Außenpolitik zugleich, sie ist ein Maßstab für eine Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd, die sich an den Prinzipien von Ownership, Empowerment und Partizipation orientiert und jedes „Westsplaining“ kritisch hinterfragt. Den vollständigen Essay lesen Sie hier.
  • Rubriken Liberale Demokratie und Treibhäuser: „Gegen das Schweigen“ ist der Titel des neu erschienenen Buches der Linguistin Luise F. Pusch. Luise Pusch war und ist mit Senta Trömel-Plötz zusammen die Begründerin der feministischen Linguistik. Weil sie mangels Lehrstühlen keine Schule bilden konnten , konnten da nicht wirklich viele Doktorand*innen nachkommen. Die Rezension von Beate Blatz beschreibt den Weg der Autorin und die Wirkung ihrer Arbeit, beginnend mit dem Roman „Sonja“, den sie noch unter dem Pseudonym Judith Offenbach veröffentlichte. Die Analyse der deutschen Sprache als „Männersprache“, die Reihe „Wahnsinnsfrauen“, ihre sprachkritischen Glossen machten Luise Pusch mit Recht zu einer der wichtigsten und bedeutendsten, wenn nicht gar zur Urheberin oder Erfinderin einer feministischen Linguistik. Die erlebten Widerstände an Hochschulen – Luise Pusch wurde eine Professur verweigert – sind Zeichen gesellschaftlicher Ignoranz. Sie beschreibt in ihren Büchern die Lebenswirklichkeit einer ganzen Generation von Frauen, die mit ihr sich selbst entdeckten, nicht zuletzt von lesbischen Frauen. Und die Genderstudies sind schon wieder ganz anders gepolt. Die vollständige Rezension lesen Sie hier.
  • Rubriken Antisemitismus und Treibhäuser: Der Essay „Elefanten in allen Räumen“ von Norbert Reichel dreht sich um das im März 2023 erschienene neue Buch von Meron Mendel mit dem Titel „Reden über Israel – eine deutsche Debatte“. Meron Mendel lebte 25 Jahre in Israel und lebt inzwischen fast ebenso viele Jahre in Deutschland. Sein Buch ist eine Summa der zurzeit virulenten Debatten um Antisemitismus, um Israel, um den Nahost-Konflikt, die deutsche Erinnerungskultur und all die Probleme, die sich aus einer Art „Germansplaining“ ergeben, in denen Israel – so schrieb Josef Schuster – fast wie ein „17. Bundesland“ Wie „deutsch“ die Debatte – auch im Unterschied zu Debatten in anderen westlichen Ländern – ist, belegt Meron Mendel an verschiedenen Beispielen der Geschichte der vergangenen 70 bis 75 Jahre. Dazu gehören auch die unterschiedlichen Prioritäten eines Helmut Schmidt und einer Angela Merkel in ihrer Politik im Kontext des Nahost-Konflikts. Was bedeutet eigentlich hier der von Angela Merkel in der Knesset verwendete Begriff der „Staatsräson“? Anders gelagert ist die Debatte um die „Frenemies“, in der unterschiedliche Positionierungen im Kampf gegen Antisemitismus die notwendigen Allianzen teilweise be- oder sogar verhindern. Aber immer dann, wenn es um Israel und / oder den Nahostkonflikt geht, geht es um den Elefanten im Raum. Immer wieder werden Projektionsflächen mit der Wirklichkeit verwechselt. Zu erlernen wäre „die Kunst des Seiltanzes“. Den vollständigen Essay lesen Sie hier.

Veranstaltungen mit Beteiligung des Demokratischen Salons:

  • Forum: Österreich – der literaturwissenschaftliche Blick über die Alpen: Der Demokratische Salon ist auf der Leipziger Buchmesse präsent. Am April 2023, 12.00 – 12.30 Uhr spricht Norbert Reichel im Forum „Sachbuch und Wissenschaft“ (Halle 2, D 500) mit den Herausgeber*innen der Reihe „Forum: Österreich“ des Verlags Frank & Timme, Helga Mitterbauer und Jacques Lajarrige, über die Besonderheiten österreichischer Literatur, über Verlage, Wissenschaft, Rezeption, aber auch über einzelne Autor*innen, insbesondere Elfriede Jelinek, Marlen Haushofer, Andreas Latzko und Franz Blei. Den Verlagsstand finden Sie in Halle 2, D 109. Und hier das Gesamtprogramm der Leipziger Buchmesse (gibt es nur digital).
  • Foucaults Narben – deciphering photography: Empfehlen dürfen wir Ihnen den Band „Foucaults Narben“, Gedichte von Norbert Reichel und Fotografien von Hans Peter Schaefer aus der Serie „fotografien entziffern / deciphering photography“, der Band erschien Ende Januar 2023 im reserv-art Verlag und im Buchhandel erhältlich. Die Fotografien sind in der Zeit vom 21. April bis zum 21. Mai 2023 in der Kölner Galerie r8m, Luxemburger Str. 197, 50939 Köln, zu sehen. Am Mai 2023, 14 Uhr, werden im Rahmen der Finissage auch einige der Gedichte vorgetragen. Dazu gibt es die bei einer Finissage üblichen Leckereien (in flüssiger und in fester Form).
  • Foto: Irina Schmidt_#288108673_stock.adobe.com

    Kinderarmut: Am Juni 2023, 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr, findet ein digitales sozialpolitisches Fachgespräch statt, das der Landschaftsverband Rheinland und der Demokratische Salon gemeinsam gestalten. Titel: „Den unsichtbaren Armutsrucksack leichter machen – Welches Leben wollen wir für Kinder und Jugendliche?“ Gesprächspartner*innen sind, Annette Berg, Direktorin der Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin, Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Heike Moerland von der Diakonie Nordrhein-Westfalen, die Publizistin Marina Weisband sowie die Autorin Undine Zimmer, die aus ihrem Buch „Nicht von schlechten Eltern“ (als Fischer Taschenbuch erhältlich) lesen wird. Es geht in dem Gespräch um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sowie die damit verbundene Frage, welche Spielräume Kommunen haben und wo sie ihre Grenzen finden, nicht zuletzt im Kontext der zurzeit kontrovers diskutierten Kindergrundsicherung. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Leitungskräfte sowie politisch Verantwortliche in Kommunen, Ländern und Bund und bei Freien Trägern aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Schule, Gesundheit, Soziales, Kultur, Sport und Stadtentwicklung. Anmeldung bis zum 25. Mai bitte hier.

  • Karlrobert Kreiten: Am August 2023, 18 – 20 Uhr, gibt es im Bonner Leoninum eine von der Theatergemeinde Bonn und dem Demokratischen Salon gemeinsam vorbereitete Veranstaltung zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Hinrichtung des jungen Pianisten durch die Nazis in Plötzensee. Zu seinem Gedenken spielt Knut Hanßen Stücke seines letzten wegen seiner Verhaftung nicht mehr gespielten Konzerts. Susanne Kessel wird zwei eigens zu diesem Anlass komponierte Klavierstücke uraufführen. Dazu gibt es Diskussionen mit den Künstler*innen und mit Expert*innen der historisch-politischen Bildung. Die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner wird eröffnen. Die Veranstaltung wird von der Landeszentrale für politische Bildung NRW gefördert. Nähere Informationen über das ausführliche Programm sowie die Anmeldung demnächst hier.

Weitere Veranstaltungen, Ausstellungen und Wettbewerbe:

  • Fünf Wochen für Bäume: Die Aktion läuft bis zum 23. April 2023. Thema: Religion und Naturschutz. In der Ankündigung wird das Ziel genannt: „Die Aktion Fünf Wochen für Bäume sorgt für ein neues Verständnis und ein besseres Zusammenleben zwischen Mensch und Mitwelt.“ Es gibt zahlreiche Aktionen, gerade auch für Familien und für Kinder, zum Beispiel eine „Waldrallye“, in der erkundet wird, wer alles im Wald lebt, das „Waldbaden“. In der Bonner Rheinaue findet am April 2023, 14 Uhr eine gemeinsame Veranstaltung des Abrahamischen Forums, des Bundesamts für Naturschutz und mehrerer Religionsgemeinschaften statt: am Rosengarten wird eine Moor-Birke gepflanzt, es gibt acht kurze Testimonials von Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften, es spielt das Musik-Ensemble „Orient meets Occident“. Weitere Informationen und weitere Projekte finden Sie auf der Seite des Abrahamischen Forums.
  • Freiheit für Belarus: Die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit lädt ein zur Berliner Rede für die Freiheit. Am 24. April 2023, 18 Uhr, spricht Sviatlana Tsikhanouskaya, im Berliner Allianz-Forum. Anschließend moderiert Sabine Adler vom Deutschlandradio ein Gespräch mit ihr und Renata Alt MdB, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses für humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages. Karl-Heinz Paqué wird die Veranstaltung eröffnen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger spricht ein Schlusswort. Das vollständige Programm und Gelegenheit zur erbetenen Einen Gastbeitrag der belarusischen Oppositionsführerin über ihr Leben im Exil und die Situation der politischen Gefangenen in den belarusischen Gefängnissen veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung am 9. April 2023.
  • Thomas-Kling-Poetikdozentur: Seit 2011 vergibt die Kunststiftung NRW diese Dozentur, im Jahr 2023 an Ulrike Draesner. Die Antrittsvorlesung mit dem Titel „Was macht die Poesie?“ findet statt am April 2023, 19 Uhr, mit anschließendem Empfang, im Festsaal der Universität Bonn. Grußworte sprechen Volker Kronenberg, Dekan der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, und Andrea Firmenich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW. Die Laudatio hält Kerstin Stüssel, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn. Anmeldungen werden erbeten bis zum 17.4.2023 an thomas-kling-poetikdozentur@uni-bonn.de. Ulrike Draesners neuer Roman „Die Verwandelten“ steht auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2023. Ulrike Draesner ist auch die deutsche Übersetzerin der Gedichtbände „Averno“ und „Wilde Iris“ der Literaturnobelpreisträgerin des Jahres 2020 Louise Glück.
  • StadtLandschaften: Das Wilhelm-Fabry-Museum Hilden bietet immer wieder ausgesprochen anregende und weit denkende Ausstellungen. Die Ausstellung „StadtLandschaften“ mit Werken von Traute Schmaljohanns kann bis zum 29. April 2023 besucht werden. Thema der Arbeiten der deutsch-französischen Malerin sind Metropolen, Städte mit den Gefühlen und Gedanken, die sie bei den Menschen auslösen, die sie besuchen oder vielleicht nur von ihnen träumen. Es vermischen sich diese Bilder mit Plakaten, die in ihrer gegenseitigen Durchdringung „das Prozesshafte spürbar“
  • Erinnerungen an eine junge Kommunistin: Das Literaturforum im Berliner Brecht-Haus bietet am Mai 2023, 20 Uhr, eine Vorstellung des im Berliner Verbrecher Verlag neu erschienen Buches von Anita Leocádia Prestes über ihre Mutter: „Olga Benario Prestes – Eine biografische Annäherung“. Die Autorin ist anwesend. Dem Buch als Motto vorangestellt ist ein Satz von Olga Benario: „Wenn andere zum Verräter geworden sind, ich werde es jedenfalls nicht.“ Das Buch dokumentiert den Weg einer jungen Kommunistin in den 1920er Jahren bis hin zu ihrer Ermordung am 23. April 1942 im Konzentrationslager Ravensbrück. Sie war am 11. April 1928 an der Befreiung ihres Genossen Otto Braun beteiligt. Ihr Ehemann war Luiz Carlos Prestes (1898-1990), der in Brasilien verhaftet wurde. Seit ihrer Verhaftung im März 1936 sahen sich die beiden nicht mehr wieder. Das Buch enthält einige ihrer deutschsprachigen Briefe. Darüber hinaus empfehlenswert das von Robert Cohen herausgegebene Buch „Die Unbeugsamen – Briefwechsel aus Gefängnis und KZ“, das mit den Übersetzungen von Niki Graçain aus dem brasilianischen Portugiesisch im Wallstein-Verlag veröffentlicht wurde. In den Briefen geht es vor allem um das Schicksal ihrer kleinen Tochter Anita. Siehe auch die Galerie Olga Benario.
  • Sinti und Roma: Das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma zeigt bis zum 21. Mai 2023 in Heidelberg die Ausstellung „Was heißt hier Minderheit?“ Thema sind Geschichte, Rolle und Selbstverständnis der vier autochthonen beziehungsweise einheimischen nationalen Minderheiten (dänische Minderheit, friesische Volksgruppe, deutsche Sinti und Roma und Lausitzer Sorben) und der Sprechergruppe Niederdeutsch. Die Ausstellung wird vom Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands sowie dem Niederdeutschsekretariat und Bunsraat för Nedderdüütsch organisiert.
  • „Von Einzelfall zu Einzelfall – Ist die Polizei noch zu retten?“ Diese Frage ist am Mai 2023, 19 Uhr, Thema der nächsten Streitbar in der Bildungsstätte Anne Frank, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main. Es diskutieren Thilo Cablitz, Polizeibeamter und Pressesprecher der Berliner Innenverwaltung, und Daniela Hunold, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Polizeiforschung an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht. Die Moderation übernimmt Hadija Haruna-Oelker, Hessischer Rundfunk. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Vielfalt in russland: Nicht alle Menschen, die in der Russischen Föderation leben, sind russ*innen. Die nGbK-Arbeitsgruppe FATA collective zeigt bis zum 29. Mai 2023 im Kunstraum Kreuzberg, Mariannenplatz 2, Berlin, die eindrucksvolle Ausstellung Өмә [ome] (ein baschikirisches Wort für „kollektive Selbsthilfepraktiken“). Es beteiligten sich 27 Künstler*innen. Das Programm macht deutlich: „russland ist eine Kolonialmacht“ und macht dies nicht nur durch die Kleinschreibung des Landesnamens deutlich: „Während sich russland oft als eine antikoloniale und antiimperialistische Macht darstellt, die unterdrückte Völker unterstützt, verfolgte es zugleich stets eine strenge ‚Rassenhierarchie#, an deren Spitze ethnische russ_innen standen. Bis heute spitzt sich die Situation weiter zu.“ Erzählt werden die „ungehörten und unerzählten ‚Theirstories‘ der Kolonisierung“. Wir sehen Videos, Installationen und vieles mehr in 13 Räumen, den den „historischen und politischen Kontext einer anhaltenden russischen Kolonialexpansion und Gewalt in verschiedenen Territorien“ sichtbar machen.
  • Solingen ‘93: Am frühen Morgen des 29. Mai 1993 wurden in Solingen Gürsün İnce (*4. Oktober 1965) Hatice Genç (*20. November 1974) Gülistan Öztürk (*14. April 1981) Hülya Genç (*12. Februar 1984) und Saime Genç (*12. August 1988) ermordet. Das Zentrum für verfolgte Künste erinnert mit einer Ausstellung und Veranstaltungen vom 29. Mai bis zum 17. September an den 30. Jahrestag des Brandanschlags. Die Ausstellung wird am Vormittag des Jahrestags eröffnet. Anwesend ist Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien. Ein Presserundgang findet am 29. Mai 2023 ab 9 Uhr nach Anmeldung statt. Die Ausstellung „Solingen ‘93“ will zeigen, wie an die Todesopfer rechter Gewalt seit 1980 erinnert wird und welche Initiativen in Solingen nach 1993 oder in Hanau nach 2020 entstanden sind. Sandra del Pilar hat Portraits der fünf ermordeten Menschen eigens für die Ausstellung geschaffen, Beata Stankiewicz schuf ein Porträt der 2022 verstorbenen Mevlüde Genç. Weitere Informationen zu Programm und Konzeption finden Sie in der anliegenden Pressemitteilung. Weitere Informationen erhalten Sie über presse@verfolgte-kuenste.de.
  • Ausstellung „100 Missverständnisse über und unter Juden“: Diese Ausstellung ist noch bis zum Juni 2023 im Jüdischen Museum Wien Dorotheergasse zu sehen. Die Ausstellung ist nicht unumstritten, wie Marta Halpert am 26. Februar 2023 in der Jüdischen Allgemeinen unter der Überschrift „Darf man das zeigen?“ berichtet. Wer hat welches Bild von Jüdinnen*Juden, wer welches Selbstbild, wer welches Fremdbild und warum? Und was geschieht mit diesen Bildern? Eine entscheidende Frage lautet: Wer hat die Deutungshoheit über die jüdische Geschichte, über richtig oder falsch beim Erinnern an die Schoa und im Verhältnis zu Israel?“ Weitere Informationen finden Sie hier.
  • „africologneFestival“: Das Festival findet vom 1. bis zum 11. Juni 2023 in Köln statt und bietet ein umfangreiches Programm mit afrikanischem Theater, Tanz, Performance, Musik, Film und dramatischer Literatur sowie Publikumsgespräche nach den Vorstellungen. Alle Produktionen werden Deutsch übertitelt. Festivalzentrum ist die Alte Feuerwache, die Spielorte verteilen sich über die Stadt. Trägerverein ist afroTopia e.V.
  • „Flashes of Memory“: Diese Ausstellung zur Fotografie im Holocaust ist bis zum 20. August 2023 im Museum für Fotografie, Jebensstr. 2, 10623 Berlin zu sehen. Weitere Informationen, auch zum Begleitprogramm, finden Sie hier.
  • Charlotte Salomon: Das Münchner Lenbachhaus zeigt bis zum 10. September 2023 das Lebenswerk der 1942 in Auschwitz im Alter von 26 Jahren ermordeten Künstlerin. Die 769 Blätter, die sie zu dem „Singespiel“ „Leben? oder Theater?“ in drei Akten zusammenfasste, entstanden nach ihrer Flucht aus Berlin in Südfrankreich. Die Ankündigung des Lenbachhauses beschreibt Struktur, Inhalt und Bedeutung ihres Werks: „Die Illustrationen und Texte fügen sich wie Szenenbilder einer Theaterinszenierung oder eines Drehbuchs zusammen und nehmen gleichzeitig den hybriden Charakter aus Text- und Bildebene von Graphic Novels vorweg. Die Figuren des Werks beruhen auf Salomons persönlichem Umfeld, sind von ihr jedoch subjektiv herausgearbeitet und somit zu fiktiven Charakteren abstrahiert.“
  • DDR in der Erinnerungskultur: Die Friedliche Revolution von 1989 war die Voraussetzung für die Überwindung der deutschen Teilung, die zur Verwirklichung des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats auch in der ehemaligen DDR. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt ab September 2023 die Ausstellung „Aufarbeitung – Die DDR in der Erinnerungskultur“ zur Verfügung, die vom Umgang mit der Geschichte der SED-Diktatur und der deutschen Teilung seit 1989 erzählt. Die Ausstellung wird derzeit von Stefan Wolle, dem wissenschaftlichen Direktor des DDR-Museums Berlin, und Ulrich Mählert von der Bundesstiftung Aufarbeitung vorbereitet. Für die Gestaltung der Ausstellung zeichnet der Leipziger Grafiker Thomas Klemm Die Schau wird 20 Tafeln umfassen. Sie kann ab sofort als Poster-Set im Format DIN A1 vorbestellt werden. Bei Auslieferung wird eine Schutzgebühr von 40 Euro (zzgl. Versand) erhoben. Darüber hinaus stehen weitere Formate und Sprachversionen als Druckdatei zur Herstellung vor Ort zur Verfügung. Weitere Informationen sowie das Onlinebestellformular finden Sie hier. Ergänzend gibt es demnächst Handreichungen, die zeigen, wie die Schau mit lokalhistorischen Ergänzungstafeln erweitert werden könnte.

Kurznachrichten und weitere Empfehlungen:

  • Weiter Schreiben: Erschienen ist die fünfte Ausgabe des Magazins „Weiter Schreiben“, Titel „Dünnes Eis“. Autor*innen aus Afghanistan, Ägypten, Angola, Belarus, Burkina Faso, Eritrea, Iran und Irak erzählen in ihren Texten von der Illusion der Tragfähigkeit und der Brüchigkeit des Lebens in ihren Ländern und im deutschen Exil. Der Austausch zwischen ihnen zeigt, dass die Realitäten in unserer globalisierten Welt miteinander in Berührung kommen können. Das Magazin entstand in dem Projekt Weiter Schreiben Mondial, das durch das Auswärtige Amt gefördert wird. Es liegt in vielen gut sortierten Buchhandlungen und Literaturhäusern für Euch bereit. Hier die digitale Ausgabe.
  • Geschichte einer liberalen Zeitung: Baumwolle, Industrie, Sklaverei: Die liberale englische Tageszeitung „The Guardian“ stellt sich ihrer eigenen Geschichte in einem lesenswerten Dossier mit dem Titel „The Ties That Bind Us“ (so auch der Titel eines Essays von David Olusoga). Das Dossier enthält unter anderem einen Photoessay von Johnny Pitts, der 2019 das Buch „Afropean“ veröffentlichte, Essays von Olivette Otele mit dem Titel „The Logico of Slavery Reparations“, von Lanre Bakare zum Thema „The Struggle for a Black History of Manchester“ und von Michael Taylor über die Grenzen des Liberalismus im Königreich der Baumwolle. Über die Verbindungen der Gründer des „Guardian“ zur Sklaverei schreibt Cassandra Gooptar.
  • Science Fiction in der DDR: Die Internetseite Tor online präsentiert eine Liste der zehn besten Science-Fiction-Romane der DDR, an der Spitze „Andymon – eine Weltraumutopie“ von dem schreibenden Ehepaar Angela und Karlheinz Steinmüller. Die Liste ist das Ergebnis einer Umfrage im Berliner Andymon-Club, der sich der Pflege der Science Fiction in der DDR widmet.
  • Sinti und Roma: Die Dokumentation „Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung“ von Peter Nestler erhielt den Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“. Vor einem Jahr erhielt er bereits den 3Sat-Kulturpreis. Der Film ist in der ZDF-Mediathek verfügbar. Ein unter dem Titel „Der lange Weg zu Anerkennung und Respekt“ dokumentiertes Gespräch mit Romani Rose finden Sie im Demokratischen Salon.
  • Neutralität: Einer der immer wieder missverstandenen Texte zur politischen Bildung ist der „Beutelsbacher Konsens“. Sein Gebot: Kontroverses soll kontrovers dargestellt werden. Das bedeutet nicht Neutralität und schon gar nicht, dass bestimmte Positionen nicht benannt werden dürften – wie zurzeit in einigen US-amerikanischen Staaten wie beispielsweise in Florida (sogenanntes „Don’t- Say-Gay-Gesetz“). Unabdingbar ist ausschließlich die Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die KMK hat dies in ihrem Beschluss zur Demokratiebildung vom Oktober 2018 deutlich formuliert. Florian Meinel, Professor am Institut für Grundlagen des Rechts der Universität Göttingen befasst sich in seinem Essay „Neutrale Politik? Über eine Theorie des kommunikativen Regierungshandelns“, erschienen in der Aprilausgabe der Zeitschrift „Merkur“, mit diesem Thema aus einer anderen Perspektive (der Essay ist kostenfrei lesbar und vielleicht eine Anregung, die Zeitschrift zu abnonnieren?). Anlass sind mehrere Urteile, in denen den Inhaber*innen politischer Ämter, darunter die ehemalige Bundeskanzlerin, untersagt wurde, sich ablehnend und warnend gegenüber demokratiefeindlichen Kräften zu äußern. Florian Meinel verweist auf einen Gerichtspräsidenten, „einer der entschiedensten Verfechter und Protagonisten der Neutralitätsrechtsprechung“, der sich jedoch selbst in seinen Texten und in seiner Teilnahme an diversen extremistischen Veranstaltungen alles andere als „neutral“ Schlussfolgerung Florian Meinels: „Die Neutralisierung der Politik ist nur dann ein attraktives Deutungsschema, wenn man die Hoffnung auf elektorale Kontrolle aufgegeben hat. Die Neutralisierung fügt sich, so könnte man sagen, der Gestalt ein, die sich als Zerfallsform wahlperiodischer Neuinszenierung der Politik vorfindet.“
  • „Tauben im Gras“: Zurzeit gibt es eine Unterschriftenkampagne, angestoßen von einer Ulmer Lehrerin, dass das baden-württembergische Kultusministerium das Buch „Tauben im Gras“ von Wolfgang Koeppen vom Lehrplan nehmen müsse. Die Sprache wäre diskriminierend, verletzend und Schüler*innen nicht zumutbar. Hilmar Klute verteidigte am 31. März 2023 in der Süddeutschen Zeitung die Lektüre des Buches und verwies darauf, dass Wolfgang Koeppen sich die inkriminierten Textpassagen nicht zu eigen gemacht habe, sondern eine Welt der Nachkriegszeit dokumentiere, die wir kennen sollten und mit der wir uns auseinandersetzen müssten: „Die Lektüre von Koeppens ‚Tauben im Gras‘ sollte Schülern nicht madiggemacht werden. Moral, das kann man anhand dieses Romans schön erklären, kommt nicht immer im Gewand des freundlichen Erich-Fried-Gedichts daher, sondern sie kann auch die Lehre aus der Erkenntnis von Unmoral sein. Die Geschichte der deutschen Nachkriegszeit, ihrer Schweigekultur, ihrer aggressiven Abwehr von Schuldzuweisungen, ihrer rohen Gewalt ist so komplex wie Wolfgang Koeppens literarische Antwort darauf. ‚Es gibt gute und schlechte Bücher, aber es gibt keine moralischen oder unmoralischen Bücher. Ein gutes Buch wird immer auch seine Moral haben.‘ Das hat Koeppen einmal geschrieben.“ Bleibt hinzufügen: wer die Umbrüche in der Nachkriegszeit der frühen 1950er Jahre verstehen will, muss Wolfgang Koeppen lesen, nicht nur „Tauben im Gras“, auch „Das Treibhaus“ über die verwirrenden Bonner Anfänge der bundesdeutschen Demokratie und „Tod in Rom“ über die Verflechtungen zwischen Opfern und Tätern. Und anschließend Hermann Kasack, „Die Stadt hinter dem Strom“.
  • Stanislav Aseyev: Viel Aufmerksamkeit erhielt die im Demokratischen Salon veröffentlichte Rezension von Ursula Stark Urrestarazu über Stanislav Aseyevs Buch „Heller Weg“. Die Rezension wird ins Ukrainische übersetzt und erscheint demnächst in der Zeitschrift „Krytika“. Der Tagesspiegel veröffentlichte am 19. März 2023 ein Gespräch von Maria Kotsev mit Stanislav Aseyev.
  • Russische Opposition: Auf spotify gibt es mehrere Podcasts, in denen sich russische Oppositionelle (in der Regel aus dem Exil) äußern. Einer davon ist Arkady Ostrovsky. Die taz Panter Stiftung präsentiert jeden Mittwoch Berichte des russischen Exil-Mediums „Meduza“. Die Arbeit von „Meduza“ wird unter anderem durch Crowdfunding finanziert.
  • Demokratiefeindliche Narrative in Russland: Eine Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung informiert über Narrative, Verbreitungswege und mögliche Gegenmaßnahmen. Eine Zusammenfassung bietet Belltower News.
  • Wahlen in Polen: Das Deutsche Polen-Institut veröffentlich regelmäßig Polen-Analysen, die auch kostenfrei abonniert werden können. Reinhold Vetter analysierte die Lage vor den anstehenden Parlamentswahlen, die Rolle der verschiedenen Parteien, inhaltliche Themen sowie diverse Polemiken in der Auseinandersetzung. Die Lage ist unübersichtlich, die polnische Innenpolitik in einer „Sackgasse“, die Opposition tut sich schwer. Es scheint Wahl-Taktik zu dominieren. Das Ergebnis ist offen. Die vollständige Analyse lesen Sie hier.
  • Reichsbürger: Der Berliner Tagesspiegel veröffentlichte am 15. März 2023 ein Interview mit Tobias Ginsburg, der sich in rechtsextreme Verbindungen und Vereinigungen einschleuste. Lesenswert seine Bücher „Die Reise ins Reich“ und „Die letzten Männer des Westens“. Tobias Ginsburg warnt vor Verharmlosung und „Pathologisierung“. In der Szene der Reichsbürger und anderer Rechtsextremist*innen ist alles „todernst“. Gefährlich ist die Anschlussfähigkeit: „Verschwörungsdenken kann alle treffen und zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Denken Sie an die Corona-Demos. Klar wurden die zu großen Teilen von Rechten organisiert, die plötzlich als ‚Querdenker‘ firmierten. Aber die meisten Teilnehmer gingen, zumal anfangs, aus nachvollziehbaren Gründen hin. Es wurden ja faktisch Freiheiten eingeschränkt und Existenzen bedroht, und zwar von einer regelrecht abstrakten Gefahr.“ Um diesen Gefahren zu begegnen, reiche die deutsche Erinnerungskultur nicht aus: „Ach ja, deutsche Politiker prahlen damit tatsächlich gerne, aber das Narrativ des Aufarbeitungsweltmeisters Germania ist schon massiv peinlich. Was fehlt, ist eine Auseinandersetzung mit den Inhalten, Funktionsweisen und Kontinuitäten einer Ideologie, die den Deutschen die industrielle und systemische Vernichtung von Millionen Menschen erlaubtWichtig ist es aus der Sicht von Tobias Ginsburg, Widersprüche zu benennen und auszuhalten.
  • Opa war kein Nazi. Oder doch? Mutmaßungen helfen selten, eine saubere Recherche ist aufwändig. Das evangelische Magazin Chrismon gibt Hinweise, wie man die eigene Familiengeschichte recherchieren und aufarbeiten kann, wer dabei helfen könnte und auch auf welche Konflikte innerhalb der eigenen Familie man sich einstellen sollte. Die Hinweise finden Sie hier.
  • Wahlen in der Türkei: Im Gespräch mit David Schraven erläutert Can Dündar die Situation in der Türkei vor den Wahlen und nach dem Erdbeben. Murat Yörük analysiert auf der Plattform mena-watch, warum Erdoğans Wahlkampf nicht gut läuft. Ob wir einen Regierungswechsel erleben, bleibt offen.
  • Häusliche Gewalt: Eine Reportage von Correctiv belegt mehrere Fälle, in denen die Männer ihre Frauen schlagen, aber vor Gericht erreichen, dass den Frauen „Belastungseifer“ unterstellt wird. Sicherlich gibt es Fälle, in denen Frauen Belastungen erfinden, aber das ist eher die Ausnahme. Die pauschalen Forderungen einer inzwischen in allen Parteien präsenten Väterlobby, beispielsweise von Organisationen wie „Väteraufbruch“, fallen auf fruchtbaren Boden. An valider Recherche scheinen Jugendämter und Familiengerichte kaum interessiert zu sein: eine Anwältin riet ihrer Mandantin, vor Gericht nicht über die Misshandlungen des Mannes zu sprechen, da das zu ihren Ungunsten ausgelegt würde. Weitere Recherchen von Correctiv zum Thema „Häusliche Gewalt“ finden Sie hier.
  • Openlibrary: In der Openlibrary können Bücher heruntergeladen oder ausgeliehen werden. Die Bibliothek wird in zehn Sprachen angeboten.

In etwa vier Wochen melden wir uns wieder.

Wir grüßen Sie alle herzlich.

Ihre Beate Blatz und Ihr Norbert Reichel

(Alle Internetzugriffe erfolgten zwischen dem 6. und 14. April 2023.)

P.S.: Sollte jemand an weiteren Sendungen meines Newsletters nicht interessiert sein, bitten wir um Nachricht an info@demokratischer-salon.de. Willkommen sind unter dieser Adresse natürlich auch wertschätzende und / oder kritische Kommentare und / oder sonstige Anregungen.

er sonstige Anregungen.